Fachschule

Fachschulen dienen der beruflichen Weiterbildung und zählen zum postsekundaren Bildungsbereich, wodurch sie sich von den Berufsfachschulen unterscheiden. Die Fachschulausbildung in Bayern erfolgt auch an Fachakademien.

Fachschule Aufnahme-Voraussetzung & Ausbildungsgang

Der Besuch einer Fachschule setzt eine berufliche Erstausbildung und Berufserfahrungen, wie auch ein Praktika, voraus. Viele Absolventen der Berufsfachschulen wechseln auf eine Fachschule, wenn sie die Ausbildung zum Assistenten in einem Fachgebiet, bspw. Sozialwesen, bestanden haben. Der Assistent ist hier die Voraussetzung für Berufe wie Erzieher, Heilerziehungs- oder Altenpfleger. Die Ausbildung dauert in der Regel zwei oder drei Jahre. Fachschulen sind darüber hinaus für die Ausbildung in vielen verschiedenen Berufszweigen zuständig. Dies sind gestalterische oder informationstechnische Berufe ebenso wie Berufe aus dem fremdsprachlichen oder kaufmännischen Bereich. Die Ausbildung an einer Fachschule dauert je nach gewähltem Ziel und den Zugangsvoraussetzungen zwischen zwei und vier Jahren (Vollzeitform: 2 Jahre, Teilzeitform: 3 oder 4 Jahre).

Schulabschluss an der Fachschule nachholen

Da die Absolventen bereits mit einer abgeschlossenen Ausbildung an die Fachschulen kommen, ist der Schulabschluss hier nicht mehr von so großer Bedeutung. Dieser stellt eine informelle Voraussetzung für die Aufnahme der berufsqualifizierenden Ausbildung dar, welche Grundlage für die Aufnahme einer Fachschulausbildung ist. Trotzdem hat man an einer Fachschule die Möglichkeit, die Mittlere Reife nachzuholen. Man bekommt den „Realschulabschluss“ anerkannt, wenn man das erste Fachschuljahr erfolgreich absolviert hat und dabei entsprechende Standards eingehalten wurden. Darüber hinaus werden auch unter bestimmten Bedingungen im späteren Verlauf höhere Schulabschlüsse vermittelt (Fachhochschulreife, Abitur).